Gemeinde Schwanau

Seitenbereiche

KABS - Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage e.V.

       

Bekämpfungsmaßnahmen gegen die Asiatische Tigermücke inSchwanaustarten – Eigenverantwortliches Handeln der Bürger ist erforderlich

Aktuelle Situation in Schwanau

In Schwanau haben sich in den Ortsteilen Allmannsweier, Nonnenweier, Ottenheim und Wittenweier Asiatische Tigermücken (Aedes albopictus) großflächig angesiedelt. Da diese sehr aggressiv sind, schnell zu einer Plage werden und ggf. auch Krankheiten übertragen können, sollten alle Bürger:innen über die Sommermonate eigenständig Präventionsmaßnahmen durchführen. Zusätzlich hat die Gemeindeverwaltung Schwanau die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage e. V. (KABS) beauftragt, die Anwohner:innen hinsichtlich einer eigenständigen Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke zu beraten. Darüber hinaus werden einige Hotspotgebiete mit besonders vielen Brutmöglichkeiten regelmäßig von KABS-Fachkräften begangen und die Brutstätten behandelt.

Da sich die Asiatische Tigermücke bereits sehr großflächig in Schwanau ausgebreitet hat, sind regelmäßige Bekämpfungsmaßnahmen durch Mitarbeiter:innen der KABS im gesamten Verbreitungsgebiet der Asiatischen Tigermücke aus personellen und finanziellen Gründen nicht möglich.

Vorgehensweise in den Ortsteilen

👉 Alle Bürger:innen in Schwanau sollten, bereits zu Beginn der Saison (ab Anfang April), eigenständig Maßnahmen ergreifen, damit die Asiatische Tigermücke in ihrer Vermehrung ausgebremst wird und die Belästigung geringgehalten werden kann.

Darüber hinaus ist eine einmalige Begehung aller Grundstücke durch Fachkräfte der KABS geplant. Bei dieser Begehung werden die Bürger:innen umfassend beraten, welche Maßnahmen sie ergreifen können, um eine Vermehrung der Asiatischen Tigermücke auf dem eigenen Grundstück zu unterbinden und damit eine Plage zu verhindern. Diese Beratung wurde bereits 2025 angeboten, es konnten aber noch nicht alle Anwohner:innen erreicht werden. Alle betroffenen Bürger:innen werden in einem gesonderten Schreiben über die anstehenden Maßnahmen und das weitere Vorgehen informiert.

In Absprache mit der Gemeindeverwaltung Schwanau werden sich die regelmäßigen Bekämpfungsmaßnahmen der KABS auf Bereiche konzentrieren, in denen sich besonders viele Brutstätten befinden und die unbehandelt eine große Anzahl von Tigermücken freisetzen würden. Alle betroffenen Anwohner:innen, werden auch in diesem Fall in einem gesonderten Schreiben über die anstehenden Maßnahmen und das weitere Vorgehen informiert.

Handlungsempfehlungen für Bürger:innen

Die wirksamste Maßnahme zur Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke besteht in der Vermeidung bzw. Beseitigung von Brutmöglichkeiten. Tigermücken entwickeln sich innerhalb einer Woche in wassergefüllten Behältnissen, die sich in Gärten oder auf Balkonen befinden wie z. B. Regentonnen, Übertöpfe, Untersetzer, Gießkannen, Tiertränken, aber auch Hofgullys, verstopften bzw. durchhängenden Dachrinnen, hohlen Zaunpfählen etc. Da Tigermücken nur wenige Hundert Meter weit fliegen, stammen die attackierenden Exemplare entweder vom eigenen Grundstück oder aus der Nachbarschaft.

Die nun beschriebenen Maßnahmen sollten in der Zeit von Anfang April bis Anfang Oktober konsequent umgesetzt werden. Außerhalb dieses Zeitraums findet keine Vermehrung der Tigermücken statt; ein Großteil der im Herbst abgelegten Eier übersteht jedoch unbeschadet den Winter.

Anwohner:innen können sehr effektiv die Vermehrung von Tigermücken verhindern, indem Gefäße entweder so gelagert werden, dass sich kein Wasser darin ansammeln kann oder indem Behältnisse lückenlos abgedichtet werden (z. B. Regentonne mit einem engmaschigen Moskitonetz mit Gummizug). Auch das einmal wöchentliche, vollständige Entleeren von wassergefüllten Behältnissen (z. B. Tiertränken) ist eine sinnvolle Maßnahme, um einer Vermehrung vorzubeugen. Falls diese Maßnahmen nicht für alle Brutstätten umsetzbar sind, können die verbliebenen Brutmöglichkeiten 14-täglich mit Bti-Tabletten behandelt werden. Diese Tabletten beinhalten einen Eiweißstoff, der nur für die Larven weniger Mückenarten tödlich ist. Für andere Tiere, wie z. B. Bienen, Hunde, Katzen, Igel, Vögel, Reptilien, Amphibien und natürlich auch für den Menschen ist der biologische Wirkstoff völlig unbedenklich. Bti-Tabletten können die Bürger:innen der KABS-Mitgliedsgemeinden kostenfrei über ihre Gemeindeverwaltung erhalten.

Zusätzliche Tipps

Tigermückeneier können beseitigt werden noch bevor die Larven schlüpfen! Die Weibchen kleben ihre Eier sehr fest an die Innenwand von wassergefüllten Gefäßen. Mit heißem Wasser (mindestens 60°C) können die Eier in den Behältnissen (Blumentöpfe, Untersetzer, Gießkannen, Gullys, Regenrinne, etc.) abgetötet werden. Alternativ können die Eier mit einer Bürste aus den Gefäßen entfernt werden. Den Innenrand kräftig abschrubben, Gefäß und Bürste anschließend mit sauberem Wasser aus- bzw. abspülen und das Wasser samt Eiern auf die Erde/Boden gießen.

Warum die Asiatische Tigermücke bekämpft werden sollte

Die ursprünglich aus Südostasien stammende Asiatische Tigermücke wird durch den globalen Reise- und Handelsverkehr bereits seit Jahrzehnten weltweit verbreitet und trifft mittlerweile auch in Deutschland durch mildere Temperaturen auf einen geeigneten Lebensraum.

Wird sie nicht bekämpft, kann sie sich in klimatisch begünstigten Regionen (wie der Oberrheinebene) in den Sommermonaten stark vermehren und zu einer regelrechten Plage werden.Darüber hinaus stellt sie ein Gesundheitsrisiko dar, denn sie ist in der Lage eine Vielzahl von Krankheitserregern wie z. B. das Dengue-, Zika-, Chikungunya- und das Westnil-Virus auf den Menschen zu übertragen. Dabei trägt die Tigermücke die Krankheitserreger nicht von Natur aus in sich, sondern muss zunächst einen infizierten Menschen stechen, bei dem die entsprechenden Viren im Blut vorhanden sind. Diese Viren sind in Süddeutschland zwar aktuell nicht verbreitet, werden aber regelmäßig durch Reiserückkehrende eingetragen. Vor allem bei längeren Wärmeperioden besteht das Risiko, dass das Virus innerhalb etwa einer Woche über die Tigermücke von einer infizierten auf eine weitere Person übertragen wird.

Aber nicht nur Menschen, sondern auch Hunde können in Mitleidenschaft gezogen werden. So kann die Asiatische Tigermücke auch Fadenwürmer übertragen, welche die Herzwurmerkrankung bei Hunden verursachen.

Umfangreiche Informationen zur Asiatischen Tigermücke gibt es auf der Website www.kabsev.de.

KABS
K
ommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage e. V.
Georg-Peter-Süß-Str. 3, 67346 Speyer, www.kabsev.de

Volltextsuche

A | A

Weitere Informationen